Die Sonne als Energieträger
Die Sonne ist ja für viele Dinge verantwortlich, etwa das Licht im Sommer, die wohltuende Wärme, die Glückshormone und die Frühlingsgefühle. All diese Dinge sind durchaus positiv, doch damit alleine ist noch lange nicht Schluss. Denn die Sonne kann auch als Energieträger genutzt werden. Die abgestrahlte Wärme kann dabei vom Menschen dank modernen Solaranlagen sowohl in Wärme, als auch in Strom umgewandelt werden. Wichtig ist es in beiden Fällen, dass man sich die passende Solaranlage für das eigene Haus sucht.
Für die Umwandlung der Sonnenenergie in Wärme bedarf es einer thermischen Solaranlage. Diese sorgt nicht nur dafür, dass das Haus mit Sonnenenergie beheizt werden kann, sondern kann genauso für die Erwärmung des Wassers sorgen. Da die Wärme, die durch die Sonne gewonnen wird, nicht weiter transportiert werden kann, zumindest nicht auf wirtschaftliche Art und Weise, ist eine thermische Solaranlage nur auf dem eigenen Dach sinnvoll.
Anders sieht es hingegen aus, will man eine Photovoltaikanlage installieren. In diesem Fall kann der damit erzeugte Strom auch über weite Strecken wirtschaftlich transportiert und genutzt werden. In diesem Fall ist es allerdings wichtig, sich erst einmal zu erkundigen. Die Photovoltaik als Geldanlage zu nutzen, ist beispielsweise nur dann sinnvoll, wenn man sich an einer entsprechend groß gestalteten Anlage beteiligt. Möglich ist dies heute schon durch so genannte Solar Fonds. Hierbei wird über den Fonds Geld gesammelt, welches in eine entsprechende Anlage investiert wird. Die Erträge aus dem Betreiben der Anlage werden als Gewinne an die Anleger ausgeschüttet. Insbesondere im Bereich von mehreren Megawatt Anlagenleistung macht eine solche Beteiligung Sinn. Hier muss man sich jedoch vorab erkundigen, ob es sich um einen offenen oder geschlossenen Fonds für die Solaranlagen handelt.
Bei offenen Fonds kann man beispielsweise mit geringen finanziellen Mitteln einsteigen und diese monatlich erhöhen. Bei geschlossenen Fonds hingegen werden die Fondsanteile nur an eine bestimmte Anzahl von Investoren ausgegeben. Diese wiederum müssen für ihren Anteil sehr hohe Summen aufbringen, um so überhaupt in den Fonds investieren zu können. Des Weiteren bindet man sich bei geschlossenen Fonds oft über Jahrzehnte hinweg, sodass diese Variante nur dann Sinn macht, wenn man auf das Geld entsprechend lange verzichten kann.
Wer sich vor einer solchen Investition in fremde Anlagen scheut, kann die Photovoltaik auch selbst nutzen. Egal, ob die Anlage auf dem Dach des Hauses oder der Garage angebracht wird, möglich sind beide Varianten. Man muss hier bedenken, dass man das Dach wählt, welches die beste Ausrichtung gen Süden aufweist. Denn Dächer, die gen Süden gerichtet sind, sorgen für einen deutlich höheren Ertrag aus den Solarzellen. Dabei ist zu beachten, wie groß die Solaranlage werden soll. Eine kleine Anlage reicht sicher für den eigenen Bedarf, je größer die Anlage jedoch ist, desto größer auch der Energieertrag.
Da in Deutschland die gesetzlichen Regelungen vorsehen, dass man den aus Solaranlagen gewonnenen Strom an den jeweiligen Stromanbieter verkauft, ist eine Eigennutzung zunächst einmal nicht möglich. Man erhält vom Stromversorger für jede Kilowattstunde Strom, die man einspeist, einen bestimmten Betrag, die so genannte Einspeisevergütung, die im EEG, dem Erneuerbare Energien Gesetz festgelegt ist. Diese Einspeisevergütung wird für 20 Jahre zuzüglich dem Jahr der Inbetriebnahme der Anlage garantiert. Das heißt, man erhält im Idealfall eine Vergütung über 20 Jahre und 11 Monate.
Da die Produktion von Strom, sowie dessen Verkauf jedoch eine Art Unternehmen darstellt, muss man als Betreiber einer solchen Anlage ein Kleinstgewerbe anmelden. Lässt man sich zur Umsatzsteuer veranlagen, kann man die Umsatzsteuer, die beim Kauf der Anlage angefallen ist, ohne Probleme vom Finanzamt zurück erhalten, muss im Gegenzug aber auch die gezahlte Umsatzsteuer des Energieversorgers an das Finanzamt weiter leiten.
Durch die Einspeisevergütung und die steuerlich absetzbaren Kosten für die Wartung und anfallende Reparaturen der Photovoltaikanlagen, sowie die Inanspruchnahme zinsgünstiger Kredite aus dem KfW-Programm „Erneuerbare Energien“ kann man davon ausgehen, dass sich die Investition in die Photovoltaikanlage nach spätestens zehn Jahren amortisiert haben wird. Ab diesem Zeitpunkt kann man also einen Gewinn durch den erzeugten Strom verzeichnen.
